Musiker mischen Innsbruck auf

Zunächst war das Jugendorchester gefordert, das in der Jugendorchester-Oberstufe antrat und sich damit viel vorgenommen hatte. Mit dem grandiosen Vortrag des Wertungsstücks „Transylvania“ von Helmut Quakernak begeisterten und überzeugten die 23 Akteure mit ihrer Leiterin Silke D’Inka die international besetzte Jury. Damit katapultierte sich das in dieser Formation erstmals teilnehmende Jugendorchester auf Anhieb an die Spitze und erreichte mit 47 von 50 möglichen Punkten den ersten Platz mit der Bewertung „hervorragend“.

Ebenfalls einen sensationellen Erfolg erspielte sich das Konzertorchester unter seiner Leiterin Silke D’Inka. Die 34 noch sehr jungen Aktiven stellten sich in der Kategorie „Erwachsenenorchester Höchststufe“ – der höchsten Kategorie im gesamten Wettbewerb – der starken Konkurrenz. Als Wertungsstück wurden die „Variationen für Akkordeonorchester“ von Rudolf Würthner vorgetragen, das in Akkordeonkreisen zu den schönsten, aber auch zu den anspruchsvollsten Werken zählt. Mit Spannung wurde daher in der Olympiahalle der Bekanntgabe der Ergebnisse entgegen gefiebert, zumal insgesamt 33 Höchststufenorchester angetreten waren. Groß war deshalb der Jubel, als bekanntgegeben wurde: „4. Platz für das Konzertorchester der Akkordeongruppe Münstertal“ mit 43,7 von 50 möglichen Punkten und dem Prädikat „hervorragend“. Damit konnte der Erfolg aus dem Wettbewerb von 2010 nochmals gesteigert werden. Lediglich das Profiorchester aus Novi Sad (Serbien) und die mehrfachen Innsbruck-Preisträger aus Baltmannsweiler und Untergrombach konnten sich vor dem Münstertäler Akkordeon-Konzertorchester behaupten. Mit der erreichten Platzierung war die Akkordeongruppe gleichzeitig auch das beste Orchester aller Teilnehmer aus dem Handharmonika-Bezirk Breisgau und wurde, wie auch das Jugendorchester, mit einer Trophäe aus Kristall zusätzlich ausgezeichnet.

Neben dem Jugend- und Konzertorchester stellte sich auch das Akkordeonensemble des Vereins in der Kategorie „Kammermusik-Amateure, Höchststufe“ der Jury und trug das schwere Orgelwerk „Präludium“ von Bach sowie das Stück „Rondo Capriccioso“ von Vladislav Solotarjov vor. Offensichtlich war für die fünf jungen und begabten Spielerinnen die nervliche Belastung eines derart hochkarätigen Wettbewerbs zu groß, so dass sie ihre mit Fleiß und Engagement erarbeitete Leistung nicht in gewohnter Weise abrufen konnten. Trotzdem errang das Ensemble mit der Note „Sehr gut“ mehr als einen Achtungserfolg. Der Vereinsvorsitzende Trudpert Beckert, der die Teilnehmer in die Tiroler Landeshauptstadt begleitete, bezeichnete die Erfolge von Akteuren und Dirigentin als „unglaublich und sensationell“.Die Akkordeongruppe habe ihren Spitzenplatz erneut unter Beweis gestellt habe, der auch künftig als Ansporn diene.

Gemeinschaftsprojekt bewährt sich.

Zum wiederholten Male nahmen auch der Handharmonika- und Akkordeon-Club (HAC) Bad Krozingen und der Handharmonikaclub (HHC) Münstertal an den Wertungsspielen des „Internationalen Musik Festivals“ in Innsbruck teil – diesmal und erstmals in gemeinsamer Formation von HAC und HHC. Im Vorfeld hatten beide Clubs unter der Leitung ihrer Dirigenten Birgit Sablowski (HAC) und Gregor Heinrich (HHC) fleißig geübt. Jetzt galt es, in Innsbruck das gemeinsame Akkordeonspiel überzeugend zu präsentieren.

Das Gemeinschaftsorchester aus HAC und HHC hatte neben 27 Orchestern in der Kategorie „Oberstufe“ am Wettbewerb teilgenommen. Mit dem Stück „Nordland“, einer viersätzigen Suite von Ralf Scharzien, hatten sich die 30 Musikerinnen und Musiker an eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe herangewagt, die sie mit Bravour meisterten und dafür den dritten Platz, das höchste Prädikat „hervorragend“ mit 43,6 Punkten und einen Pokal erhielten.