Glanzvoller Auftritt zum doppelten Jubiläum

Die Akkordeongruppe Münstertal feierte ihr 40-jähriges Bestehen und das Zehnjährige der Dirigentin mit einem niveauvollen Konzert.

Ein niveauvolles Jahreskonzert bot die Akkordeongruppe mit Dirigentin Silke D’Inka aus Anlass des 40-jährigen Vereinsbestehens. Foto: Eberhard Gross

 

MÜNSTERTAL. Zum 40-jährigen Vereinsjubiläum bot die Akkordeongruppe Münstertal ein Jahreskonzert, das von einem abwechslungsreichen Programm auf hohem musikalischem Niveau gekennzeichnet war. Sowohl das Jugend- als auch das Konzertorchester stellten ihr Können unter Beweis und boten dem zahlreich erschienenen Publikum in der Belchenhalle Akkordeonmusik vom Feinsten.

Begrüßt wurde das Publikum vom Vorsitzenden des Jubiläumsvereins, Trudpert Beckert, der unter den Gästen insbesondere den Ehrenvorsitzenden Anton Brender, den Ehrendirigenten Michael Huck sowie die stellvertretende Vorsitzende des Harmonikaverbandes Breisgau, Charlotte Eckmann, begrüßen konnte. Unter den Zuhörern befanden sich auch zahlreiche Vertreter befreundeter Vereine sowie eine Abordnung des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg.

Durch das folgende Konzertprogramm führte sachkundig und humorvoll Manfred Ortlieb. Das Konzertprogramm eröffnete das Jugendorchester mit Silke D’Inka am Dirigentenpult mit dem flotten und jugendgerechten Stück „Drive in“, während es mit „Palladio“ zu einer Gondelfahrt in die Lagunenstadt Venedig ging. Mit „Smoke on the water“ wurde ein fetziges Stück von Deep Purple geboten, das als einer der bekanntesten Rock-Songs der Musikgeschichte gilt.

Sowohl getragene als auch rhythmische Abschnitte enthielt „Techno Time“ von Hans-Günther Kölz, das mit viel Beifall aufgenommen wurde. Mit dem aus den 80er-Jahren stammenden Rockklassiker „Jump“ von Van Halen wollte sich das Jugendorchester verabschieden, musste angesichts des großen Applauses aber noch eine weitere rockige Zugabe geben.

Den zweiten Teil des Programms gestaltete das Konzertorchester der vor 40 Jahren gegründeten Akkordeongruppe und gab mit der „Festiven Ouverture“ einen bravourösen Einstand. Leicht und schwungvoll vorgetragen wurde das in nur drei Tagen von Dimitri Schostakowitsch in Moskau komponierte Werk, mit dem das in der Höchststufe spielende Orchester einmal mehr sein hohes musikalisches Niveau bewies. Das gleiche galt für das Stück „Keniade“ von Fritz Dobler, der sich zu dieser Komposition von einem Aufenthalt in Kenia inspirieren ließ. Mit dem 4. Satz „Meeting der Massai-Krieger“ setzte das Orchester erneut ein Ausrufezeichen und meisterte die hohen musikalischen Schwierigkeiten.

Orchesterleiterin Silke D’Inka hatte beim 30-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 2008 den Dirigentenstab übernommen, konnte nun also ihr zehnjähriges Dirigentenjubiläum bei der Akkordeongruppe begehen, wofür ihr Dank und Anerkennung ausgesprochen wurde, da während dieser Zeit zahlreiche Erfolge erzielt wurden. Gab es vor zehn Jahren Antonin Dvoráks „Slawischen Tanz Nr. 8“ zu hören, so war es diesmal dessen „Tanz Nr. 2“, den man einstudiert hatte.

Silke D’Inka arrangierte die Sätze Kyrie, Gloria und Credo aus der „Gospel Mass“ des US-Amerikaners Robert Ray und vermische diese mit fetzigen Melodien; eine Bearbeitung, die mit viel Beifall aufgenommen wurde. Mit „Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“ hat das Orchester ein Werk des Tangokönigs Astor Piazzolla aufgeführt, in dem auf dramatische Weise der argentinische Winter musikalisch in Szene gesetzt und vom Publikum gebannt aufgenommen wurde.

Zum großen Finale bewiesen die Mitwirkenden des Konzertorchesters nochmals höchste Musikalität und Virtuosität, als mit „Estancia“ ein schwungvolles Stück aufgeführt wurde. Begeisterter Beifall war der Lohn für die gebotenen Meisterleistungen, sodass das Bezirksmeister-Orchester erst nach zwei Zugaben die Bühne verlassen konnte.

Dankesworte an alle Mitwirkenden, Dirigentin, „die eine Superarbeit leistet“, Ausbilderinnen, Moderator, Helfer und Sponsoren sowie an den Vorsitzenden selbst beschlossen das eindrucksvolle Jubiläumskonzert.

Abgerundet wurde der gelungene Jubiläumsabend durch eine Fotoausstellung mit vielfältigen Einblicken in die erfolgreiche Vereinsarbeit in Münstertal in den zurückliegenden 40 Jahren.