Ein Jubiläums- und Abschiedskonzert zugleich
Silke D’Inka präsentiert sich beim Auftritt der Akkordeongruppe als Nachfolgerin des langjährigen Dirigenten Michael Huck
Mit einem Glas Sekt und einer Rose besiegelten der Vorsitzende der Akkordeongruppe Münstertal, Trudpert Beckert (links) sowie der scheidende Orchesterleiter Michael Huck (rechts) die Taktstockübergabe an seine Nachfolgerin Silke D'Inka.
MÜNSTERTAL. Das 30-jährige Bestehen war für die Akkordeongruppe Anlass zu einem festlichen Jubiläumskonzert, bei dem auch der langjährige musikalische Leiter, Michael Huck, verabschiedet wurde. Das Konzert war nochmals ein Höhepunkt im Wirken von Michael Huck, der 21 Jahre lang am Dirigentenpult stand und das Orchester zu zahlreichen Erfolgen führte. Der Vorsitzende Trudpert Beckert stellte fest, dass der Verein mit Stolz auf die vergangenen drei Jahrzehnte zurückblicken könne, wobei Michael Huck seit 1987 das Orchester erfolgreich geleitet habe.
Während Manfred Ortlieb charmant durch das Programm führte, eröffnete das Jugendorchester das abendfüllende Programm, wobei Silke D’Inka eine starke Nachwuchsgruppe zu dirigieren hatte. Die mehr als 20 Jugendlichen meisterten ihren Part hervorragend, der mit Bibi Blocksbergs kleiner Hexe eröffnet wurde, gefolgt von James Lasts "Happy Heart" und dem Rockklassiker "Smoke on the water", so dass die sehr gut aufspielenden jungen Akteure nicht ohne Zugabe von der Bühne kamen. Bereichert wurde das Jubiläumsprogramm auch durch die Mitwirkung des "Duo Classico" mit Juri Denich am Konzert-Xylophon und Michael Huck am Klavier. Die beiden Vollblutmusiker gaben dabei eine virtuose Vorstellung. Der Vorsitzende Trudpert Beckert nahm das Konzert auch zum Anlass, die Spielerinnen Elena Gutmann, Theresa Riesterer, Patrizia Nägelin und Tanja Lais für ihre 10-jährige aktive Mitwirkung zu ehren und ihnen zur erfolgreichen Ablegung der Leistungsprüfung zu gratulieren. Die ganze Bandbreite eines Orchesters zeigte nochmals Michael Huck mit dem Konzertorchester des Jubiläumsvereins, das damit eine bemerkenswerte musikalische Vorstellung gab. Der schmissige "Fliegermarsch" war gleichzeitig der Auftakt zum Abschied vom Dirigenten.
Präzise präsentierte sich das Orchester auch beim Walzer "Geschichten aus dem Wiener Wald" von Johann Strauß (Sohn), ebenso wie bei den vier Sätzen aus der Suite "Varieté" des Komponisten Rudolf Würthner, in denen das "Geschehen" im Varieté musikalisch nachempfunden wurde mit dem Auftritt von Artisten, Chansonetten und Ballett. Die Variationen über "Tea for two" waren auch insofern reizvoll, weil der Schöpfer dieses Werkes, Werner Heetfeld, selbst im Publikum saß und sich mit der Wiedergabe seines Stückes zufrieden zeigte. Der 1930 geborene Komponist wohnt seit kurzem in Bad Krozingen und war während seiner langjährigen Komponistentätigkeit auch mehrfacher Preisträger bei Komponistenwettbewerben. Als Akkordeonlehrer hat er auch zwei Weltmeister hervorgebracht. Da die Akkordeongruppe seine "Variationen" zu seiner vollsten Zufriedenheit aufführte, hat Heetfeld dem Orchester spontan ein weiteres Werk gestiftet.
Seinen letzten großen Auftritt als Dirigent der Akkordeongruppe gab Michael Huck mit den Abba-Melodien, die schwungvoll das Finale des Konzertes einläuteten, womit für Huck 21 "wundervolle Jahre" als Leiter des Orchesters zu Ende gingen. Nach seiner erfolgreichen Tätigkeit als Dirigent der Akkordeongruppe übergab Michael Huck den Taktstock zusammen mit einer Rose an die talentierte Nachwuchsdirigentin Silke D’Inka, die sich mit dem von ihr arrangierten "Slawischen Tanz Nr. 8" von Antonin Dvorák vorstellte und damit einen perfekten Einstand gab. Damit ging der Dirigentenwechsel nahtlos vonstatten. Der Vereinsvorsitzende wünschte der neuen Orchesterleiterin viel Erfolg, wobei er diesen Wunsch mit einem Blumenstrauß zum Ausdruck brachte.









